So, Ende Gelände! Ich habe nun ein paar Tage drüber gegrübelt ob ich es machen soll oder nicht. Ob ich es durchhalten kann. Und genug Zeit haben werde. Und vor allem auch, ob ich genug Motive finden werden. Und …

Aber das Grübeln hat nun ein Ende. Oder besser gesagt: hat unter der Woche ein Ende gefunden und ich habe insgeheim schon mit dem Projekt begonnen: meinem 52-Wochen-Projekt! Und zwar mit einer ganz einfachen Formel:
Und das bedeutet es:
- 52 Wochen – und zwar kontinuierlich
- jeweils zwei Bilder: eins mit einer Digitalkamera aufgenommen (im quadratischen Format!) und eins mit einer analogen Kamera aufgenommen
- das ergibt eine Serie von 128 Bildern
Ein inspirierender Lesestoff zu diesem Thema ist übrigens Falk Frassa Blog Beitrag über sein 365-Tage-Projekt. [1] . Mir gefällt Falks Ansatz, jeden Abend ganz bewußt etwas „Ich-Zeit“ zu nehmen und für eine tägliche Auszeit. Und sicher auch eine Reflexion. Auf dem Wege kann so ein festes Ritual auch etwas wie eine Belohnung nach einem anstrengenden Tag sein – ein Abtauchen in die ganz persönliche Welt der Fotografie des Tages und die Gedanken dazu.
Die 365 ist für mich, zumindest heute, eine Nummer zu groß. Das kommt auch daher, das ich nach meiner großen OP im letzten Frühjahr, abends noch immer gefühlt ein bisschen früher erschöpft und müde bin als vorher. Das wird zwar stetig besser, aber es ist noch nicht wieder ganz da, wo ich mal war. Und um das zu verbessern, muss und will ich mich natürlich auch weiter um meinen Körper kümmern – das ist mir sehr wichtig, aber das kostet natürlich auch Zeit.
Daher ist für mich ein 52-Wochen-Projekt ein guter Anfang. Eine Herausforderung mit Spannung, auf die ich mich freue. Und weil ich das Projekt sowohl mit digitaler als auch mit analoger Fotografie machen möchte habe ich ja gewissermaßen schon gleich zwei solche Projekte. „So schnell kanns gehen!“
Wer nun im etwas im Netz sucht wird sicher auch einige Projekte finden, die es jeder Woche mit einem Thema gestalten oder jede Woche ein Motto haben. Ich hab mich, zumindest dieses mal, ganz bewusst dagegen entschieden. Denn mir geht es darum, mich mindestens einmal in jeder Woche mit meiner Fotografie zu beschäftigen und Momente einzufangen.
Meine Leitplanken
„Nimm Dir Zeit für die Fotografie.“
Ziel ist, für die Fotografie wirklich Zeitfenster zu nutzen, die bewusst gesetzt sind. Das schließt das spontane Fotografieren natürlich nicht aus – aber das Fotografieren in einem ganz bewusst gesetzten Zeitfenster hat eine viel intensivere Wirkung auf meine eigene Stimmung und auf mein Wohlbefinden.
„Ein Bild muss nicht immer perfekt sein. Aber es soll ein bewusstes Bild sein.“
Ich möchte kein Bild machen, um einfach nur ein ein Bild für die Woche zu haben. Wenn es heute nichts ist, dann probiere ich es ruhig morgen. Und ich starte nicht nicht erst am letzten Tag der Woche mit der Fotografie.
„Wann ist der Anfang, wann ist das Ende der Woche?“
Die Woche beginnt am Montag und endet am Sonntag.
„Beschränke Dich nicht auf ein Thema.“
Es gibt keine Beschränkung. Egal ob Street-, Sport-, Landschafts- oder was auch immer – alles ist erlaubt.
„Digital zum Quadrat.“
Da ich gern das quadratische Format für mich entdecken möchte, werden die Bilder mit meinen digitalen Kameras auch gleich im 1:1 Format aufgenommen.
„Analog nicht nur Kleinbild“
Analog ist bei mir in der Regel das Kleinbildformat. Aber auch Bilder mit meinen Sofortbildkameras können da durchaus auftauchen – mehr analoges Feeling geht ja kaum.

Die Veröffentlichung
Die Bilder werden hier veröffentlicht. Und in meinem Account auf der Foto-Community. Für die wöchentlichen Bilder ist das problemlos möglich und mein Ziel ist es, das Bild jeweils am sollte am Sonntag Abend zu veröffentlichen. Meine Tags für die Beiträge lauten dazu:
- 52-Wochen-2026 für alle Beiträge rund um dieses Projekt
- 52-Wochen-2026-digital für die Bilder, die ich mit einer Digitalkamera aufgenommen habe
- und 52-Wochen-2026-analog für die Bilder, die ich mit einer analogen Kamera aufgenommen habe
Bei den analogen Bildern ist natürlich ein zeitlicher Versatz nicht zu verhindern. Es wird sicher nicht jede Woche ein Film verschossen und entwickelt werden – zumal ich mit meiner Canon, der Lomo und der Kodak Retina gleich drei Kameras zur Auswahl habe. Daher werde ich alles gut notieren und dann monatlich oder zweimonatlich veröffentlichen. Das passiert hier und sicher auch in meinem Foto-Community-Account.
So, und dann geht es heute Abend los mit dem ersten Bild der ersten Woche. ich freu mich schon!
Herzlichen Dank für Deine Aufmerksamkeit!
Links:
[1] Falk Frassa: Es geht los: 365 Fotos und 365 abendliche Auszeiten – das habe ich mir versprochen!
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