Es geschah im August diesen Jahres.
Viele Jahre hat meine Canon AV-1 nur im Regal gelegen und mich mehr oder weniger traurig angeschaut, weil sie schon sooo lange nicht mehr benutzt wurde. Sie war angestaubt, der Verschluss ging nicht mehr und ganz ehrlich: sie war etwas heruntergekommen. Dennoch konnte ich mich nie von ihr trennen, denn für mich war da immer noch ein Band zwischen uns.
Es war die Kamera meiner Jugend. Wenn ich mich recht erinnere, dann war es der 14. Geburtstag. Ich bin an einem ersten Weihnachtstag geboren worden – was nicht nur Vorteile hat – aber in puncto Geschenke hatte ich dann manchmal doch die Gelegenheit, mir etwas ganz Besonderes – gewissermaßen als Kombi-Geschenk – wünschen zu können.
Und diese Kamera war für mich etwas ganz Besonderes!

Ich weiß noch gut, wie ich mir damals in der Adventszeit an den Schaufenstern der beiden Fotogeschäfte unserer Stadt die Nase platt gedrückt hab, um sie vor dem Weihnachtsfest zu sehen. In der Technikabteilung des örtlichen Kaufhauses gab es sie auch – aber welcher Verkäufer (Verkäuferinnen waren damals in diesen Abteilungen die ganz große Ausnahme) gab zu der Zeit denn einem „Kind“ (wir hielten und damals schon für „groß“ – das war aber wohl eher eine Sache der Perspektive) solch ein Stück Technik in die Hand …
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